04.02.2014

Neue Abmahnfalle bei Pixelio Bildern

Urheberrecht

LG Köln, Urteil vom 30.01.2014, Az. 14 O 427/13


In dieser Entscheidung geht es um die Besonderheiten die bei Fotos, welche über die Plattform pixelio heruntergeladen wurden. Pixelio bezeichnet sich selbst "als kostenlose Bilddatenbank für lizenzfreie Fotos". Nach einer Registrierung kann man die dort gespeicherten Fotos zur eigenen Verwendung herunterladen. Gemäß den Lizenzbestimmungen ist bei der Verwendung eine Quellenangabe in unmittelbarer Nähe des Fotos anzugeben. Im Rahmen dieser Quellenangabe ist der Name des Fotografen sowie der Link zu Pixelio anzugeben. 

In der Praxis wurde dies bei nahezu allen Fotover wendungen so g ehandhabt, dass direkt bei dem dem jeweiligen beziehungsweise am Seitenende die Quellenangabe erfolgt ist. Klickt man nun beispielsweise mit der rechten Maustaste auf das Foto so kann dies in einem neuen Tab oder Fenster isoliert geöffnet werden. Bei dieser isolierten Öffnung wird allerdings nur noch das Foto ohne die Quellenangabe angezeigt. Dies stellt eine Standardfunktion des jeweiligen Browsers dar und kann mit nahezu jedem hochgeladen Foto so gemacht werden.

Eben diese Verwendung wurde nunmehr vom Landgericht Köln als Urheberrechtswidrig angesehen. 

Für pixelio Nutzer stellt sich nun die Frage was man tun sollte. Man mag nunmehr auf die Idee kommen die Quellenangabe direkt in das Foto aufzunehmen, so dass auch bei einer isolierten Öffnung diese Angabe zu sehen ist. Aber auch dies könnte dazu führen den abmahnwilligen Hobbyfotografen in seinem Abmahnverlangen noch zu bestärken. Bei Aufnahme der Quellenangabe in das Foto selbst könnte man-Abmahnwillen unterstellt - von einer nicht autorisierten Bearbeitung des Fotos ausgehen. Auch dies könnte gegebenenfalls einen abmahnfähigen Urheberrechtsverstoß darstellen.

Der rechtlich sicherste Weg ist wohl nur noch selbst aufgenommenen Fotos zu verwenden. Die andere Möglichkeit ist, man greift zum kostenpflichtigen Fotodiensten bei denen die Verwendung der Fotos ohne Quellenangabe oder ähnlichem möglich ist.

Noch ist allerdings nicht aller Tage Abend, zumindest derzeit läuft die Rechtsmittelfrist noch, und es bleibt zu hoffen dass das Oberlandesgericht diese Entscheidung korrigiert.